Web-Sicherheit

Juni 9, 2011

Amerikanische Hackerszene angeblich von FBI-Informanten unterwandert

Filed under: Allgemein — sebastiankuebeck @ 07:45
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Laut diesem Artikel sind ein Viertel der Hacker in den USA Informanten des FBI:

In manchen Fällen werden illegale Foren, die als kriminelle Marktplätze für gestohlene Zugangsdaten und Kreditkartendaten dienen, von FBI-Spitzeln betrieben. In anderen Fällen agieren Undercover-Agenten des FBI als „Carder“ (Hacker, die sich auf den Diebstahl von Kreditkartendaten spezialisiert haben) als Betreiber dieser illegalen Foren. Mit den Informationen, die sie dabei erhalten bringen sie dutzende Hacker hinter Gitter. Laut Eric Corley, Herausgeber von „2600 The Hacker Quarterly“,  ist das Netzwerk des FBI ist inzwischen so umfangreich das geschätzte 25% der Hacker vom FBI als Informanten rekrutiert worden sind. „Aufgrund der harten Strafen, die Hackern drohen und der Unkenntnis über die rechtliche Situation ist es für das FBI relativ leicht, Hacker einzuschüchtern“, so Corly in der englischen Zeitung „The Guardian“.

Bruce Schneier meint dazu: „Wenn ich vom FBI wäre würde ich wollen, dass jeder glaubt, dass dieser Artikel den Tatsachen entspricht“.

Kriminelle im Internet haben prinzipiell das selbe Problem wie der Ottonormalsurfer: Es ist äußerst schwierig, im Internet die Identität eines Benutzers zweifelsfrei festzustellen, geschweigedenn dessen Vertrauenswürdigkeit. Untergräbt man das Vertrauensverhältnis zwischen den Kriminellen, zerfällt ihre Organisation, da irgendwann die allgegenwärtige Paranoia verhindert, dass überhaupt noch kriminelle Geschäfte zustande kommen.

Eine endgültige Lösung für das Problem der Internetkriminalität ist diese Vorgehensweise jedoch solange nicht, solange der Nachschub von neuen Hackern anhält und bei der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage wird sich der Zustrom in absehbarer Zeit wohl eher vergrößern. Im Übrigen sind die USA bei weitem nicht das einzige Land mit einer kriminellen Hackerszene und unterschiedliche Rechtssysteme machen die Strafverfolgung über Ländergrenzen hinweg in der Praxis äußerst schwierig.

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